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Mit Assisstenzhunden eigenständig sein

„Eine ganz besondere Beziehung – Gefühle und Fakten zum Hund“

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Artikel von
Expertenteam

Mit Assisstenzhunden eigenständig sein

Der Hund als Helfer für kranke und gefährdete Menschen

Hunde mit Job

Der Hund als Helfer für kranke und gefährdete Menschen

Viele Tausend Hunde erledigen in Deutschland jeden Tag wichtige Aufgaben. Darunter fallen nicht nur Familienhunde, die als Sozialpartner, Kumpel oder Gesellschafter den Alltag ihrer Halter aufhellen, strukturieren und Bewegung bringen. Auch Hunde, die an der Seite kranker oder behinderter Menschen leben, oder bei Polizei, Bundeswehr und Rettungskräften eingesetzt werden, leisten Großes für die Gesellschaft.

Assistenzhunde machen Menschen mobil

Einer der ersten tierischen Assistenten war der Blindenführhund. Nach dem Ersten Weltkrieg erleichterte er den Alltag vieler Kriegsblinder in Deutschland, indem er sie um Hindernisse herumführte und Unfälle verhinderte. Heute ist der Blindenführhund einer von vielen Assistenzhunden, die je nach Ausbildung Menschen mit den unterschiedlichsten Handicaps im Alltag helfen. Über die praktische Alltagshilfe und die normale Mensch-Hund-Beziehung hinaus verbessern Assistenzhunde die Lebensqualität ihrer Halter: Die Hunde erleichtern Sozialkontakte, verbessern Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, vermitteln Sicherheit und Unabhängigkeit, aktivieren, indem sie zu Spaziergängen und zum Spiel auffordern, genießen den Körperkontakt und zeigen, dass sie gestreichelt werden wollen, lenken von trüben Gedanken ab und geben ihrem Halter das Gefühl, gebraucht zu werden.

 

Laut Schätzungen der European Guide Dog Federation in der Mars Heimtier-Studie 2013 gibt es in Europa insgesamt rund 10.000 Blindenführhunde und rund 3000 andere Assistenzhunde. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland rund 2500 Mensch-Blindenführhund-Gespanne unterwegs sind.

 

Assistenzhunde arbeiten in vielen verschiedenen Bereichen

Derzeit finanzieren die deutschen Krankenkassen nur Blindenführhunde als Hilfsmittel. Andere Assistenzhunde müssen privat oder durch Spenden finanziert werden. Hilfsorganisationen fordern neben der Finanzierung von Assistenzhunden durch die Kranken- oder andere Sozialkassen auch die gesetzliche Festlegung von Sonderrechten. So ist ein uneingeschränktes Zugangsrecht für den Assistenzhund in Arztpraxen, Krankenhäusern und Lebensmittelgeschäften unverzichtbar, weil der Hund für seinen Halter ein unentbehrliches Hilfsmittel darstellt.

Die vielen Talente von Hunden – beispielsweise der gute Hör-, Geruchs- und Orientierungssinn – haben ihnen den Weg in verschiedenste Einsatzfelder und zur Linderung unterschiedlicher Krankheitsbilder geebnet. Heutzutage werden in Deutschland folgende Kategorien von Assistenzhunden ausgebildet:

 

  • Führhunde für blinde oder sehbehinderte Menschen, die ihren Haltern den Weg signalisieren
  • Signalhunde für gehörlose oder hörbehinderte Menschen, die durch ihr Verhalten Gefahren anzeigen
  • Warnhunde für Menschen mit Diabetes, Epilepsie, Asthma, Neigung zu Schlaganfällen oder anderen plötzlich in Anfällen auftretenden Krankheiten, die der Hund anhand des Geruchs identifiziert und anzeigt
  • Begleithunde für Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten, die den Bewegungsapparat einschränken (beispielsweise Rollstuhlfahrer). Der Hund übernimmt hier die Funktion eines Assistenten, der Socken oder Schuhe auszieht, Lichtschalter betätigt oder Gegenstände reicht.

Golden Retriever schließt Geschirrspülmaschine

           

     

 

    

 

 

 

 

 

Stressvermeidung bei Assistenz- und Diensthunden

So wichtig ein Assistenzhund für das Wohlbefinden seines Besitzers ist, so elementar ist es auch, dass das Tier artgerecht gehalten wird und seine natürlichen Bedürfnisse ausleben kann. Das heißt, er muss wie jeder andere Hund die Möglichkeit zum Freilaufen, zum Tollen und Spielen außerhalb seines Geschirrs erhalten. Niemand kann rund um die Uhr im Dienst sein, ohne krank zu werden.

 

Das gilt auch für all die Tiere, die bei Polizei, Bundeswehr und Rettungskräften verantwortungsvolle Jobs ausführen: Mehr als 4000 Hunde sind laut der Mars Heimtier-Studie 2013 bundesweit im Einsatz bei der Polizei der Bundesländer, der Bundespolizei, Zoll und Feuerwehr. Demnach werden die Tiere mittlerweile auf verschiedenste Bereiche spezialisiert ausgebildet:

 

  • Schutzhunde
  • Fährtenhunde
  • Personensuchhunde (Mantrailer)
  • Spürhunde für Rauschgift, Sprengstoff, Waffen, Leichen, Brandmittel, Tabak, Banknoten, Graffiti, Pyrotechnik, Kampfmittel und Minen
  • Geruchsspurenvergleichshunde

 

Dazu kommen Tausende von Hunden, die in deutschen Rettungsstaffeln eingesetzt werden. Das Rettungshundewesen findet zumeist auf ehrenamtlicher Basis statt und ist in Vereinen und Hilfsorganisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund oder dem Deutschen Roten Kreuz organisiert.

 

Die Rettungsstaffelteams verzeichnen seit Jahren steigende Anfragen und Alarmierungen durch Polizei und Feuerwehr – der Arbeitsmarkt für intelligente, gelehrige und freundliche Hunde verzeichnet also wachsende Nachfrage.

 

 


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