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Schützt ein Hund vor Einbruch

„Eine ganz besondere Beziehung – Gefühle und Fakten zum Hund“

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Artikel von
Expertenteam

Schützt ein Hund vor Einbruch

Sind Hunde wirklich besser als eine Alarmanlage?

Das sagt die Statistik:

Nicht in der Ferienzeit, sondern in den Monaten von November bis Januar wird eingebrochen – meist in den frühen Abendstunden, 300 mal pro Tag und meistens in Mehrfamilienhäusern. Ein Einbruch dauert zwischen 15 und 30 Sekunden. Mehr als ein Drittel aller Einbruchsversuche scheitern, weil Wohnungen oder Häuser gesichert sind.


Das sagt die Polizei:

Michael Zielasko von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärt: „Ein Hund kann höchstens zusätzlich der Abschreckung dienen.“ Als alleiniger Einbruchschutz sei er nicht zuverlässig genug. Die Vierbeiner ließen sich viel zu leicht mit Leckereien bestechen“.

Um diesen Täter von vornherein erfolgreich ins Handwerk zu pfuschen, müssen keineswegs immer gleich teure technische Sicherungen - wie etwa eine Alarmanlage – sondern gesunder Menschenverstand zum Einsatz kommen. Gekippte Fenster, Haustüren, die nur ins Schloss gezogen, anstatt richtig abgeschlossen werden lädt ungebetene Gäste ein.

Die sechs wichtigsten Regeln lauten:

  • Wenn Sie Ihr Haus verlassen - auch nur für kurze Zeit - schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab!
  • Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
  • Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus!
  • Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück!
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit!

" Schäferhund schaut den Betrachter an Ich passe auf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das sagt der Gesetzgeber:

(Achtung, dies ist keine juristische Beratung!, sondern ledigliche interessante Urteile zu diesem Thema. Urteile sind Einzelfallentscheidungen)

Zur Haftung von Tierhaltern, deren Hund einen anderen Menschen (und dazu zählt auch der Einbrecher)  verletzt gibt es mehrere Urteile, sie beziehen sich in der Regel auf das Bundesgesetzbuch. BGB § 833 (Haftung des Tierhalters)


Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde."

Jeden Grundstückseigentümer trifft die Verpflichtung, im Rahmen des Zumutbaren für einen verkehrssicheren Zustand seines Grundstücks zu sorgen, um Gefahren von Dritten abzuwenden. Eine derartige Verpflichtung gilt insbesondere für den Grundstückseigentümer, von dessen Grundstück
aufgrund besonderer Umstände - hierzu gehört auch das uneingeschränkte Herumlaufen eines bissigen Hundes auf einem in einem Wohngebiet gelegenem Hausgrundstück - erhebliche Gefahren ausgehen.[...] Selbst das am Tor angebrachte Schild „Warnung vor dem Hund“ stellt keine
ausreichende Sicherung dar, zumal es ein Betretungsverbot nicht ausspricht und auch nicht aussprechen soll, auf die besondere Bissigkeit des Hundes nicht hinweist[...]
LG Memmingen AZ: 1 S 2081/93

Verletzt ein Hund eine Person, so kommt die sogenannte Tierhalterhaftung gemäß §
833 BGB zum Tragen. D.h., dass der Hundehalter stets haftet. Lediglich bei Tieren,
die zu Erwerbszwecken gehalten werden, kann sich der Hundehalter entlasten. Soll
ein Hund eine Zeitungsausträgerin im Nebenerwerb bei ihrer Tätigkeit schützen, so
ist damit aber nicht ohne weiteres dargetan, dass dem Hund eine überwiegende
Zweckbestimmung als Wachhund zukommt. Dies hat zur Folge, dass die
Zeitungsausträgerin für den von ihr gehaltenen Hund und dessen angerichteten
Schaden haften muss. Landgericht Gießen, Az.: 1 S 347/95

 Je gefährlicher die Hunde sind, desto größere Bedeutung erlangt ihre sichere Verwahrung. Das bedeutet: der Halter eines Kampfhundes haftet auch dann, wenn sich jemand dem Tier unbefugt nähert und es sich in einem eingezäunten Gelände befindet.
(BGH Karlsruhe, Az. VI ZR 238/04)

 

Das sagen einschlägig vorbestrafte Häftlinge:

Mehr als 50 Prozent der Befragten gaben an, sie würden nie in ein Haus oder eine Wohnung eindringen, in der ein Hund lebt. Auf die Größe des Hundes kommt es dabei nicht an.
Gebell hinter der Wohnungstür ist für Leute mit bösen Absichten auf jeden Fall ein Grund, das Weite zu suchen. Er weiß ja nicht, ob das Getöse hinter der Tür von einem beherzten Winzling auf vier Pfoten oder einem zum Schutzhund ausgebildeten Deutschen Schäferhund kommt. Und Gebell veranlasst aufmerksame Nachbarn und Hausbewohner nachzuschauen, was los ist. Wenn eine Alarmanlage losheult, ist der Täter meist bereits im "Objekt der Begierde" und kann zumindest einiges an Wertgegenständen mitnehmen. Wenn hingegen ein Hund hinter der Tür knurrt und bellt, kommt der Einbrecher gar nicht erst hinein.

Was gibt es noch zu bedenken:

Was, wenn ein spielendes Kind über den Zaun klettert (z.B. um sich seinen Ball zurückzuholen) und vom Hund verletzt wird…..

Es gibt auch Hunde, die von Einbrechern schwer verletzt oder getötet worden sind…….

Wenn das Haus im Urlaub unbewohnt ist, dann begleitet der Hund die Reisenden (hoffentlich) oder ist in der Tierpension……….

Es gibt auch Gründe, die für eine Alarmanlage sprechen.


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