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„Eine ganz besondere Beziehung – Gefühle und Fakten zum Hund“

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Artikel von
Expertenteam

Hunde tun uns gut

Positive Wirkung von Tieren ist wissenschaftlich bewiesen

Von Hundefans immer vermutet – jetzt wissenschaftlich nachgewiesen. Hunde tun uns einfach gut. Warum Senioren mit Hund seltener zum Arzt gehen und  Lehrer Hunde als „Eisbrecher“ in Klassen einsetzen, lesen Sie in diesem Artikel.

Die Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung entwickelt sich länderübergreifend

 Tausende Lehrer, Psychotherapeuten, Logopäden und andere Praktiker wissen es längst: Wer Tiere einsetzt, hat oft den größeren oder schnelleren therapeutischen oder pädagogischen Erfolg. Die Praktiker berichten von der Wirkung eines Tieres als „Eisbrecher“ im Kontakt mit dem Klienten, als Motivationshilfe, als positiven Einfluss auf Konzentration, Kommunikation und Entspannung.

Viele dieser Effekte hat die Wissenschaft bereits in Studien bewiesen. Seit den 1980er Jahren werden in den USA, wo die tiergestützte Therapie ihren Ursprung hat, Studien zur Wirksamkeit tiergestützter Interventionen durchgeführt. Auch heute ist der anglo-amerikanische Raum noch Vorreiter – sowohl was die Praxis als auch die Forschung zum Tiereinsatz angeht.

" Hund auf dem Arm schaut Besitzer an Hier stimmt die Chemie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heimtierhalter sind gesünder als Menschen ohne Tiere

Meilensteine der Forschung waren diverse Untersuchungen, die um oder nach der Jahrtausendwende durchgeführt wurden und die positiven Effekte von Tieren auf die Gesundheit belegen. So wiesen Forscher nach, dass Heimtierhalter nach einem Herzinfarkt eine höhere Überlebensrate haben als Nicht-Tierhalter (Friedmann & Thomas 1998). Eine australisch-deutsche Studie belegt, dass Heimtierhalter um 15 Prozent seltener zum Arzt gehen (Headey & Grabka 2001).

Diese Tatsachen werden unter anderem auf die Wirkung von Tieren auf die menschlichen Stresssysteme zurückgeführt. Internationale Wissenschaftler stellten fest, dass der Kontakt zu Tieren zur Senkung von Herzfrequenz und Blutdruck beitragen kann, die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol reduziert und für vermehrten Einfluss des Kuschelhormons Oxytocin sorgt (u.a. Allen et. al. 1991, Odendaal 2000, Beetz et al. 2011, 2012).  

Derzeit rückt die Wirkung tiergestützter Einsätze auf die Tiere selbst in den Fokus. Erste Untersuchungen an der Universität Wien haben sich vorgenommen, den Stresslevel beispielsweise von Therapiebegleithunden zu ermitteln (Glenk, Kothgassner, Stetina 2013).

Finanzierung von Studien über private Unternehmen

Angesichts der rasanten Entwicklungen in der Praxis tiergestützter Therapie und Pädagogik hat die Wissenschaft immer noch Aufholbedarf. Den Grund sehen Experten vor allem in der Finanzierung wissenschaftlicher Studien sowie in der Interdisziplinarität der Mensch-Tier-Forschung. So wurde diese Wissenschaft zwischen den Stühlen von Psychologie, Verhaltensbiologie, Pädagogik und Veterinärmedizin über viele Jahre vor allem durch private Unternehmen wie Mars und dessen Forschungszentrum Waltham Centre for Pet Nutrition finanziert.

Heute vernetzt sich die Forschergemeinde erfolgreich über internationale Organisationen wie den Dachverband IAHAIO (International Association for Human-Animal Interaction Organisations) und ISAZ (International Society for Anthrozoology) mit ihren Publikationen, Symposien und Konferenzen.

Die Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung ist weltweit ein Trendthema – genau wie der praktische Einsatz von Hunden, Katzen, Pferden und anderen Tieren in Schulen, Krankenhäusern, Praxen oder Familien.

 


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