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„Eine ganz besondere Beziehung – Gefühle und Fakten zum Hund“

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Artikel von
Expertenteam

Kinder und Hunde

Warum diese beiden viel Spaß miteinander haben, aber nicht alleine gelassen werden sollten

Kinder und Hunde haben viele Gemeinsamkeiten - deshalb ziehen sie sich oft magisch an.

Die pure Lust am Leben, Toben und Quatsch machen. Ein untrüglicher Sinn dafür,  das Beste aus allen Situationen machen zu können. Fünf gerade sein lassen – darin sind sowohl Hunde, als auch Kinder einfach gut.

Diese Seelenverwandtschaft führt dazu, dass fast alle Eltern irgendwann einmal  mit der Bitte nach einem eigenen Hund konfrontiert werden.

Es gibt viele Argumente für und einige, die gegen einen Hund sprechen

Auf der Habenseite stehen die Vorzüge für Kinder.

Für einen Hund sind Kinder bereit, sich zusammenzunehmen, auch mal leise und rücksichtsvoll zu sein. Sie lernen Verantwortung für ein anderes Lebewesen und warum es wichtig ist, verlässlich zu sein. Sie lernen Empathie und haben im Gegenzug einen Freund, der sie so nimmt, wie sie sind. Sie lernen seine Bedürfnisse zu respektieren und seine Körpersprache richtig einzuschätzen.  Kinder werden im Spiel mit Hunden überschüssige Energie los. Kinder mit Hunden haben mehr soziale Kontakte. Sie haben ein Gefühl von Geborgenheit, mehr Selbstsicherheit und ein positiveres Lebensgefühl.

" Kleinkind füttert Hund

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn man  Kinder befragt,  was sie am meisten an ihrem Hund schätzen, antworten 95 Prozent der befragten Kinder: "Mit meinem Hund habe ich immer viele schöne und auch lustige Erlebnisse." und  "Es macht mir viel Spaß, mit meinem Hund zu spielen." Drei Viertel sagen: "Wenn mein Hund bei mir ist, fühle ich mich sicher und habe keine Angst."

Quelle:  aus dem Buch "Heimtiere, Gesundheit und Lebensqualität“ von Dr. Reinhold Bergler, emeritierter Psychologieprofessor aus Bonn.

Auf der Sollseite: Kinder können sich nicht alleine um einen Hund kümmern, daher ist es immer eine Entscheidung der ganzen Familie, oder ehrlich gesagt, der Eltern. Denn am Ende sind es eben doch meist die Eltern, die Gassi gehen und Füttern, auch wenn der Nachwuchs vor Anschaffung des Hundes hoch und heilig geschworen hat, dass das nie passieren wird…..

Der Familienhund muss sich auf Neuzuwachs erst einmal einstellen, denn Babys machen Lärm, riechen und erheben Anspruch auf die Aufmerksamkeit der „Eltern“. Das kann für Hunde durchaus stressig sein. Umso wichtiger ist es, den Hund positive Erlebnisse  mit dem Baby verbinden zu lassen. Also keine "Hundezeit" extra einplanen, wenn das Baby endlich mal schläft, oder anderweitig "weg" ist, weil Hunde gute Beobachter sind. "Frauchen hat immer Zeit für mich", wenn der kleine Mensch dabei ist - damit verknüpfen sich in der Wahrnehmung des Hundes Baby und Wohlfühlen miteinander und genau so soll es sein.

Neugeborene sind für Hunde also gewöhnungsbedürftig, Krabbelkinder erst recht, weil sie alles anfassen wollen und noch grobmotorisch sind, d.h. sie kneifen den Hund ohne böse Absicht oder ziehen sich an seinem Fell hoch. Dass ein Hund dann das Weite sucht, ist verständlich. Gut, dass er sich zurückzieht,  statt sich zu wehren. Wenn das Krabbelkind dem Hund dann allerdings ins Körbchen hinterherkrabbelt, dann kann es problematisch werden, jetzt ist „Deeskalation“ durch die Eltern angesagt: die beiden müssen getrennt werden. 

Beißunfälle kommen meistens nicht aus heiterem Himmel. Sie passieren, wenn die Eltern nicht aufpassen, die Signale des Hundes falsch einschätzen und nicht rechtzeitig gegensteuern. Dazu müssen sie anwesend sein –Kinder und Hunde bitte nicht allein lassen. Bis zum Vorschulalter können Kinder das Verhalten des Hundes  nicht richtig einschätzen, geschweige denn ihr Verhalten anpassen.

Trotzdem ist es die Aufgabe der Eltern, ihren Kindern von Anfang an, dass und wie sie rücksichtsvoll mit einem anderen Lebewesen umzugehen haben. Ein gutes Training für angemessene Verhaltensweisen später in der Familie und im Freundskreis.


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