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Gibt es eine Hunderasse, die ich trotz Haustier-Allergie halten kann? Ich liebe...?

„Eine ganz besondere Beziehung – Gefühle und Fakten zum Hund“

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Gefragt von Gustav

Gibt es eine Hunderasse, die ich trotz Haustier-Allergie halten kann? Ich liebe Hunde doch so sehr :-(

default Expertenteam antwortet:

Hallo Gustav,

ich kann dich gut verstehen, denn Hunde sind einfach wunderbar!

Laut einer aktuellen internationalen Studie der EAACI bist du aber nicht alleine mit deinem "Problem". Etwa 10 bis 15% der Weltbevölkerung reagieren allergisch oder besser gesagt sensibel auf Haustiere.

Darunter fällt natürlich auch die sogenannte Hundehaarallergie. Wie oft fälschlicherweise angenommen, sind es aber nicht die Hundehaare direkt, sondern der Speichel, Hautpartikel und andere Stoffe, die sich im und auf dem Fell des Hundes befinden, auf die der Mensch dann allergisch reagiert. Die allergieauslösenden Stoffe nennt man inder Fachsprache dann Allergene. Man weiß, dass bestimmte Proteine (kleine Eiweißbausteine) auf der Haut des Hundes die allergischen Sypmtome auslösen können.

Vielleicht hast du damit auch schon deine Erfahrungen gemacht? Du steichelst einen Hund und plötzlich fängt seine Nase an "zu laufen", die Augen jucken oder du bekommst schlecht Luft. Das können alles Symptome einer allergischen Reaktion sein.

Es ist aber ein Irrtum anzunehmen, dass es vollkommen allergenfreie Hunderassen gibt. Kurzhaarigen Rassen wird ein höheres Allergiepotenial nachgesagt als langhaarigen Rassen. Das mag vermutlich daran liegen, dass bei kurzhaarigen Hunden durch das kurze Fell die Allergene schnell verteilt werden können.

Als weniger allergieauslösende Hunderassen gelten in der öffentlichkeit der Portugiesische Wasserhund oder der Labradoodle, ein Mix aus Labrador und Pudel. In einer Studie aus den USA wird diese Hypothese aber widerlegt.

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) nimmt dazu folgendermaßen Stellung: „Hypoallergene Hunderassen gibt es nicht. Das ist irreführend, und damit sollte bei Allergikern nicht mehr geworben werden."

Es wird daher eher empfohlen, wenn schon eine Hundehaarallergie besteht, auf einen Hund zu verzichten.

Im Endeffekt musst du das aber für sich selbst entscheiden. Bevor man hier eine Entscheidung trifft, sollte man sich grundsätzlich sehr ausgiebig mit der Thematik auseinandersetzen, um die Reaktionen und Risiken abzuwägen. Es wäre nämlich am Ende nicht schön, wenn der Hund dann aus diesem Grund wieder abgegeben werden müsste.


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