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Mein Bichon Frise ist 3 Jahre alt und hat schon Zahnstein,was kann ich tun?Er ma...?

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“

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Gefragt von Claudia Nothnagel

Mein Bichon Frise ist 3 Jahre alt und hat schon Zahnstein,was kann ich tun?Er mag die Kauartikel nicht Gibt es spezielles Futter?

default Expertenteam antwortet:

Hallo Claudia,

dein Bichon Frise ist leider in sehr guter Gesellschaft, denn das Problem in der Maulhöhle von Hunden heißt „Parodontitis“ (Erkrankungen des Zahnhalteapparates) und betrifft vier von fünf Hunden, die älter als zwei Jahre alt sind. Er fangt mit Zahnbelag an, der dann zu Zahnstein wird.

Dieses Krankheitsbild ist von vielen Faktoren abhängig, z.B. haben kleine Hunde mit einem kurzen Fang größere Probleme als andere, weil die Zahnzwischenräume sehr eng sind und damit der Speichel nur eine eingeschränkte Spülfunktion hat - das macht dann "schlechte Zähne". Die Größe des Hundes passt leider nicht zur Größe der Zähne, die dann mehr Platz im Kiefer brauchen, als vorhanden ist. Oft findet man um die Längsachse und in sich gedrehte Zähne, dass nennt der Tierarzt dann "Kulissengebiss".

Ist also Parodontits (massiver Zahnbelag, der zu Zahnstein mineralisiert und bis hin zu Auflösung des Kieferknochens gehen kann) das Problem, dann ist diese Erkrankung unabhängig vom Futter, dass dein Hund bislang bekommt, weil sich Zahnbelag schon zwei Stunden nach seiner Entfernung durch Ultraschall wieder neu bildet.

Zahnbelag lässt sich entweder mechanisch - Prinzip "Scheibenwischer im Auto"  (mit einer Zahnbürste, bestimmte Form des Kausnacks, Textur des Trockenfutters, Zahnreinigung mit Ultraschall beim Tierarzt) oder "chemisch" entfernen. Bei der Herstellung vonTrockenfutter oder Zahnpflegesnacks werden in einigen Produkten bestimmte "Aktivstoffe" eingesetzt. Sie führen dazu, dass der Mineralstoff Kalzium aus dem Speichel "gefangen" wird, der sich in den Zahnbelag einnisten und ihn verhärten könnte, was die Entstehung von Zahnstein bremst. Schade, dass dein Bichon keine Zahnpflegesnacks mag.

Es gibt von einigen Herstellern (Royal Canin und Hills) beim Tierarzt erhältliches Spezialfutter, am besten fängt man direkt nach einer professionellen Ultraschallsanierung des Gebisses damit an.

Allerdings: regelmäßiges Zähneputzen ist die Methode der Wahl, unabhängig davon, was dein Hund frisst. Auch das am besten, wenn der optimale Zustand nach der professionellen Zahnreinigung erreicht wurde.

Das Zähneputzen hat den Vorteil, dass man alle Zähne reinigt, auch die Schneidezähne. Völlig kalorienfrei, und unabhänigig davon, was der Hund gerne frisst. Möchtest du eine Anleitung dazu? Dann klicke hier.


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2 Kommentare

Am 04.03.2015 kommentierte Experte:

„Am besten nach einer Zahnreinigung ausprobieren, falls Zahnschmerzen das Kauen von Zahnpflegesnacks verhindern sollte.
Natürlich gibt es eine Empfehlung auch von Pedigree :-) : wenn die DentaStix nicht angenommen werden, dann kann man Dentaflex probieren. Auch hier ist die Reduktion der Neubildung von Zahnstein wissenschaftlich nachgewiesen. Wegen der flexiblen Konsistenz dringt der Zahn tief ein, bis zur Zahnfleischgrenze. Vielleicht mag der Kleine das ja lieber. Viel Erfolg beim Testen.“

Am 03.03.2015 kommentierte Claudia Nothnagel:

„Ich danke für die wertvollen Tipps.

Vielleicht muss ich zusätzlich doch nochmal alle Zahnpflegesnacks für unseren Bichon Frise durch probieren :)
Vielen Dank.“


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