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Ein Mix aus Trocken- und Nassfutter

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“

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Artikel von
Expertenteam

Ein Mix aus Trocken- und Nassfutter

Mischfütterung kombiniert die Vorteile beider Fütterungsregime

Die richtige Mischung aus Nass- und Trockenfutter

Als Beutetierfresser sind Hunde auf eine Ernährung angewiesen, die reich ist an den essentiellen Makronährstoffen Protein und Fett - und arm an Kohlenhydraten, die nicht lebensnotwendig sind, aber durchaus einen Teil des Kalorienbedarfes abdecken können.

Diese Anforderungen an die Ernährung deckt die Hündin optimal über Muttermilch ab, die einen hohen Gehalt an Feuchtigkeit, Fett und Proteinen liefert sowie etwa 10 bis 20% des Kalorienbedarfs in Form von Kohlenhydraten.

Untersuchungen im WALTHAM® Forschungsinstitut haben ergeben, dass Hunde ihren Energiebedarf  zu ungefähr 60% aus Fett, 30% aus Proteinen und 10% aus Kohlenhydraten decken würden, wenn sie selber auf Beutefang gehen oder durch ihre Halter versorgt werden.

Nassfutter (Feuchtfutter) ist auf Grund seiner Zusammensetzung genau so zusammengesetzt und daher die einfachste Lösung, um den bevorzugten Mix aus Protein, Fett und Kohlenhydraten anzubieten.

Allerdings übernimmt auch Trockenfutter eine wichtige Rolle in einer gesunden Ernährung.

" Nassfutter und Trockenfutter bei Hunden Nassfutter und Trockenfutter bei Hunden. Copyright WALTHAM Centre for Pet Nutrition 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Beste von Beidem -Welche Besonderheiten haben beide Technologien:

Trockenfutter bietet mehr Kohlenhydrate:

  • und damit  schnell verfügbare Energie (besonders wichtig für aktive, lebhafte Hunde oder Windhunde
  • die Grundlage für Milchzucker in der Muttermilch säugender Hündinnen
  • Ballaststoffe zur Unterstützung des Verdauungssystems für alle Hunde.

Die krossen Bröckchen erhöhen den natürlichen Abrieb von Zahnbelag (Plaque) reduzieren den Aufbau von Zahnstein und unterstützen damit die Zahngesundheit.

Nassfutter (Feuchtfutter) hat mehr Fleisch:

  • und damit einen viel höheren Feuchtigkeitsgehalt,
  • ist reich an Proteinen, die das Wachstum von Zellen, v.a. Muskulatur,  Haut und Fell fördern
  • und stellt eine wichtige Quelle für essentielle Fette dar, die - verglichen mit Proteinen/Kohlenhydraten das Doppelte an Energie liefern.

Außerdem tragen Fette dazu bei, dass fettlösliche Vitamine besser aufgenommen, Membranstrukturen in Zellen gebildet, sowie die Entwicklung des Gehirns, der Netzhaut und die Kontrolle von  Entzündungsreaktionen bei Hunden gefördert werden.

Dabei enthält Nassfutter (Feuchtnahrung) nur etwa 20% der Kilokalorien von Trockenfutter, so dass größere Mahlzeiten und Mengen möglich sind, ohne die Gefahr übermäßiger Kalorienaufnahme.  Beobachtungen bei anderen Tierarten zeigen, dass der hohe Feuchtigkeits- und Proteingehalt im Feuchtfutter zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl beitragen kann.

Wie führe ich Fütterung mit Nass- und Trockenfutter am Besten durch?

Nassfutter (Feuchtfutter) ist dem Beutetier am ähnlichsten, aber vor allem für Besitzer großer Hunde nicht praktikabel. Besitzer die “gemischt“  füttern wollen, empfehlen wir jeweils die unter Mischfütterung auf der Verpackung empfohlene Menge zu füttern. Bei großen Hunden ist ein größerer Anteil Trockenfutter sicher zweckmäßiger. Eine Faustformel: ein Drittel der Kilokalorien stammt aus Nassfutter und zwei Drittel aus Trockenfutter.

Bitte nicht in einem Napf mischen, weil Trockenfutter dadurch weicher wird und damit die Unterstützung der Zahnreinigung nachlassen kann.

Was spricht noch für eine Kombination von Nass- und Trockenfutter?      

  • Sie hilft, Monotonie zu vermeiden  Monotonie kann durch Mischfütterung vermieden werden, außerdem wird der Furcht vor neuen Futtermitteln (Neophobie) vorgebeugt. Im Welpenalter hilft Mischfütterung, einem  problematischen Fressverhalten (Mäkeligkeit) gegenzuwirken.   
  • Sie unterstützt bei der Erhaltung eines gesunden Körpergewichts.Über 30% aller Hunde leiden an Übergewicht, weil der Hund relativ zu seinem Bedarf zu viele Kilokalorien aufnimmt. Nassfutter enthält vergleichsweise nur ein Viertel der Kalorien, die in Trockenfutter enthalten sind.
  • Sie unterstützt die Gesunderhaltung der ableitenden Harnwege. Nassfutter reduziert das Risiko der Bildung von Kalziumoxalatsteinen ist  bei kleinen und mittelgroßen Hunden, wenn mindestens 25% des Kalorienbedarfs in Form von Feuchtnahrung gefüttert wird.
  • Sie unterstützt die Zahngesundheit.Trockenfutter kann dabei helfen - in Verbindung mit regelmäßigem Zähneputzen - das Risiko von Parodontalerkrankungen zu senken, da es Zahnbelag beim Zerbeißen der Bröckchen mechanisch abreibt. Übrigens zeigen vier von fünf Hunden im Alter ab drei Jahren schon Anzeichen einer Parodontitis (schmerzhafte  Erkrankung des Zahnhalteapparates),           

 


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