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Fakten zu Kategorie 3 Rohmaterialien in Tiernahrung

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“

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Artikel von
Expertenteam

Fakten zu Kategorie 3 Rohmaterialien in Tiernahrung

Fleisch in Kategorie 1-3 einzuteilen – komplex aber wichtig

Zum besseren Verständnis die Definition:

·         Kategorie 1 sind z.B. Rinder mit dem Krankheitsbild BSE (Bovine spongiforme Enzephalopathie) oder auch Rinderwahn genannt. Die erkrankten Rinder werden komplett verbrannt und keiner weiteren Verwendung zugeführt.

·         Kategorie 2 Materialien stammen von Tieren, die andere Erkrankungen aufweisen, oder beim Transport verstorben sind oder erst nach ihrem Tod verwertet werden sollen. Hieraus dürfen z.B.  technische Öle und Fette hergestellt werden.

=> Weder Kategorie 1 noch Kategorie 2 darf in Heimtiernahrung eingesetzt werden
 

·         Kategorie 3 bezeichnet genusstaugliche, aber aus kommerziellen Gründen nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte Materialien; d.h. nicht für den Lebensmittelmarkt bestimmtes Material, das bei der Gewinnung von für den menschlichen Verzehr bestimmten Erzeugnissen angefallen ist. Unsere Essgewohnheiten haben sich geändert, auch weil Lebensmittel uneingeschränkt und preiswert zur Verfügung stehen.
Für Heimtiernahrung dürfen Tiernahrungshersteller nur Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse der Kategorie 3   ( von „veterinärbehördlich für den menschlichen Verzehr freigegebenen“ Schlachttieren stammend) einsetzen – und hier werden nur die in Verordnung (EG) 1069/2009 Artikel 10 unter a bis m genannten Materialien verwendet.

 Mit der genannten Verordnung wurde auch der Grundsatz eingeführt, dass Material mit hohem Risiko nicht an Nutztiere und aus Tieren gewonnenes Material nicht an Tiere derselben Art verfüttert werden soll“

 Vor der BSE Krise (2000) war es in Europa gesetzlich durchaus erlaubt, Tiermehl  aus Tierkörperbeseitigungsanlagen (in denen auch „euthanasierte“ Hunde und Katzen aus Tierarztpraxen verwertet wurden) in Heimtiernahrung  zu verwenden. Die Konsequenz dieser Form des „Kannibalismus“ war die Einführung der erwähnten Kategorien 1-3 und das Verbot, Tiermehl zu verfütternDie Beseitigung sämtlicher tierischer Nebenprodukte ist in der Praxis nicht möglich, da sie zu unannehmbaren Risiken für die Umwelt und zu untragbaren Kosten führen würde.  Umgekehrt liegt es im Interesse aller, verschiedenste Arten tierischer Nebenprodukte sicher und nachhaltig für vielfältige Zwecke zu verwenden, sofern die Gesundheitsrisiken verringert werden. 

Hühnerherzen, frisch oder als Fleischmehl, muss Kategorie 3 entsprechen

Geflügelkarkassen für Heimtiernahrung


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