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Ab wann sind Keime im Futter abgetötet?

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“


Gefragt von Cornelia

Ab wann sind Keime im Futter abgetötet?

default Expertenteam antwortet:

Hitze reduziert die Keimbelastung- damit ist ein Futter länger haltbar-, macht Stärke verdaulicher und lässt Röststoffe entstehen, die den Geschmack positiv beeinflussen. Feuchtigkeit verdampft und dadurch steht weniger freies Wasser für Bakterienwachstum im Produkt zur Verfügung.

Bei Feuchtnahrung wird die Haltbarkeit (in der Regel 24 Monate) über die oben erwähnte Sterilisation erreicht. Die Sterilisation ist ein Wärmebehandlungsverfahren, bei dem im Kern des Produktes Temperaturen über 100° C erreicht werden. Wir sterilisieren unsere Produkte mit Temperaturen zwischen 124° - 129°C. Je nach Packungsgröße werden z.B. Schalen mit min. 25 Minuten, Frischebeutel mit min. 30 Minuten und Dosen mit min. 55 Minuten sterilisiert.

Bei Trockennahrung werden im Extrusionsprozess Temperaturen zwischen 120°C - 140°C erreicht. Bei einem Druck bis zu 50 bar für wird für eine kurze Zeit ( 1 bis 5 Minuten) gegart. Übrigens wird die Haltbarkeit (in der Regel 12 bis 18 Monate) über die Trocknung nach der Extrusion erreicht. Durch die Extrusion selber können die Produkte nicht langfristig haltbar gemacht werden. Deshalb trocknen wir unsere Produkte auf einen niedrigen Feuchtegehalt (8 bis 10%) und erreichen damit,  dass Keime nicht mehr wachsen können, da ihnen nicht genug freies Wasser (ausgedrückt durch den „aw-Wert") zur Verfügung steht.

Das für Hunde tödliche Aujeszky Virus wird bei mindestens 80° C im Kern deaktiviert.

Wer gerne tiefer in die Technologie einsteigen möchte:

Regelmäßig werden aus den Kontrollkurven der Erhitzung die sogenannten F0-Werte berechnet, die als Maßeinheit für den Abtötungseffekt eines sehr gefährlichen  Keimes gelten, dem Clostridium botulinum”.

Gesetzlich ist ein F0-Wert von 3 für kommerzielle Sterilität bindend (Kommerzielle Sterilität bedeutet die Inaktivierung aller die Gesundheit bedrohender Mikroorganismen bei einer sehr niedrigen wahrscheinlichen Überlebensrate).

 Als sogenannte Tropenkonserven (das gilt vor allem für die Dosen), die in die südlicheren Länder exportiert werden,  ist unsere Mindestanforderung an den F0-Wert von 20, also deutlich höher!



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