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Bedarfswerte zur Energie

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“

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Artikel von
Expertenteam

Bedarfswerte zur Energie

Wie viel Energie im Futter enthalten ist, wie viel verdaut werden kann und wie viel benötigt wird, das sind sehr unterschiedliche Dinge

Die Bruttoenergie ist die Menge an Kilojoules (oder Kilokalorien – Umrechnungsfaktor 1 Kilokalorie = 4,184 Kilojoule) die dem Hund für die „Verbrennung“ im Körper zur Verfügung steht, aber nicht alles ist für ihn verdaulich. Ein Teil der Energie geht über den Kot verloren. Die Verdauliche Energie kann zu einem großen Teil genutzt werden. Verluste über Harn und Gase, sind einzurechnen und führen zur Metabolisierbaren Energie (ME), von der noch Wärmverluste abgezogen werden müssen. Das was übrigbleibt, nennt man Netto-Energie. Die ME wird auf den Verpackungen bei Pedigree seit kurzem freiwillig angegeben.

Auch der Energiebedarf variiert:

Die Basis bildet der Grundumsatz (ruhig, nüchtern, neutrale Temperatur), durch Bewegung, Regulation der Körpertemperatur und Verdauung entsteht der Erhaltungsbedarf. Muskelarbeit, Trächtigkeit/Säugezeit und Wachstum bilden den Leistungsbedarf. (Daumenregel: 4 Welpen = 2 x der Erhaltungsbedarf!)

Der Energiebedarf ist abhängig von Alter, Haltung, Umgebungstemperatur, Aktivitätslevel, Rasse – und es bezieht sich auf das sogenannte "metabolische Körpergewicht".

Die Tabelle hilft vielleicht weiter:

 

Metabolisierbare Energie ME

Ausgewachsen

  95 kcal x kg KM 0,75*

Übergewichtig

70 - 90 kcal x kg KM 0,75

Wachstum

130 kcal x kg KM 0,75

Aktive Hunde

130 kcal x kg KM 0,75

 *Metabolisches Körpergewicht: Menge an Energie, die ein Hund braucht, die nicht auf das absolute Körpergewicht abzustimmen ist, sondern auf das Körpergewicht im Verhältnis zur Körperoberfläche. Oder: ein 20 kg schwerer Hund braucht nicht doppelt so viel Energie wie ein 10 kg schwerer Hund.

Wie berechne ich Energie im Futter?

Bei Trockenfutter mit einer Feuchtigkeit von weniger als 14% ziehe ich von der Trockensubstanz (100 minus deklarierte Feuchtigkeit) den Proteingehalt, den Fettgehalt, die Rohasche (oft auch Anorganische Bestandteile genannt)  und die Fasern ab. Damit erhalte ich die sogenannten „stickstofffreien Extrakt-stoffe“ (NFE), vereinfacht gesagt, die Kohlenhydrate.

An einem Beispiel: kursiv die deklarierten Werte, errechnete Werte

Trockensubstanz (TS) = 100% – Feuchtigkeit 10% = 90

NfE =      90-22-13-8-2,5 =  44,5

(TS – Protein-Fett-Rohasche-Fasern)

Den Proteingehalt (in % auf der Verpackung angegeben) und den errechneten NFE-Wert multipliziere ich mit dem Faktor 3,5 und das Fett mit 8,5.

An einem Beispiel:

ME =       Protein 22 % x 3,5 + Fett 13 % x 8,5 + 44,5 NfE% x 3,5 =343,25 (kcal/100g)

                (77 + 110,5 + 155,75 = 343)

" Man nutzt Laptop während Hund frisst Computerprogramme erleichtern die Rationsberechnung


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