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So verdauen Hunde

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“

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Expertenteam

So verdauen Hunde

5 Abschnitte durchläuft der Futterbrei – wenn es nicht gut läuft, gibt der Verdauungstrakt dem Halter deutliche Signale.

Die Bestandteile des Verdauungs-systems des Hundes sind:

a.        Der Kopfdarm (Maul und Zähne und Schlundkopf)

b.       Speiseröhre

c.        Magen

d.       Dünndarm (plus Leber und Bauchspeicheldrüse )

e.       Dickdarm

" Knabbern macht Spaß, auch wenn Holz nicht verdaut wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erwachsene Hunde haben 42 Zähne (20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer), mit denen sie sogar ein bisschen kauen können. Welpen haben 28 Zähne.

 Hunde können die Geschmacksrichtung süß schmecken, sie bevorzugen aber Fette, statt Kohlenhydrate.

Geruch, Geschmack, Konsistenz (Textur) und in der Vergangenheit gemachte gute oder schlechte Erfahrungen bestimmen die Akzeptanz von Futter. Die Oberfläche des Riechepithels  beim Menschen liegt bei 2-3 cm2, beim Hund bei 25-250cm2. Kein Wunder, dass Hunde ihr Futter über die Nase aussuchen und wir Menschen eher über das Aussehen.

 Der Speichel von Hunden enthält keine Verdauungsenzyme. Aus Sicht der Evolution lohnen sich die auch nicht, weil das Futter meist viel zu schnell geschluckt wird. Speichel macht den Futterbrocken nur gleitfähiger.

Das kann bei zu großen Futterstückchen problematisch werden, wenn im Schlund z.B. Knochenstückchen stecken bleiben. Bei futterneidischen Hunden daher lieber kleinere Bröckchen anbieten.

 Im Magen sammelt sich die Nahrung und gibt sie dann über die nächsten Stunden in kleinen Portionen an den Dünndarm weiter. Ca. eine halbe Stunde nach Aufnahme von etwas Gefährlichem kann der Tierarzt noch Erbrechen auslösen. Wenn die Substanz schon im Dünndarm ist, geht das nicht mehr. Der hohe Salzsäuregehalt (pH um die 1,5) säuert den Futterbrei an, so dass die Verdauung von Eiweiß starten kann. Bakterien im Futterbrei werden durch die Säure meistens abgetötet. Ungenügendes Ansäuern durch Magensäfte, wie es z.B. bei Stress oder starker Anstrengung passieren kann, führt zu Fehlgärungen im Magen. Der Magen bläht auf und die gefürchtete Magendrehung kann eine Folge sein. Ca. 2 Stunden nach dem Essen ruhen gilt also auch für Hunde.

Im Dünndarm findet hauptsächlich die Verdauungsleistung statt. Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate werden über die Darmwand resorbiert (aufgenommen), nachdem Verdauungsenzyme sie in kleinere Bauteile zerlegt haben.

Auch Vitamine und Mineralstoffe, sowie Wasser werden resorbiert. Kohlenhydrate sind erst nach Erhitzen für Hunde verdaulich, rohe Kartoffeln z.B. werden unverändert wieder ausgeschieden.

Die Fettverdauung, die bei Hunden mit intakter Bauchspeicheldrüse sehr gut funktioniert, benötigt fettspaltende Enzyme (Lipasen), die erst durch die Gallenflüssigkeit aktiviert werden. Galle wird in der Leber hergestellt. Eine eingeschränkte Fettverdauung sieht man an hellen, lehmartigen Kot (Fettstuhl).

Im Dickdarm findet hauptsächlich Wasserentzug statt, der Kotbrei wird eingedickt. Ein paar Mineralstoffe, Vitamine und kurzkettige Fettsäuren (die beiden letztgenannten werden durch Bakterien im Dickdarm produziert) können hier noch resorbiert werden. Bei der Aufnahme von schwerverdaulichen Eiweißen oder bei Infektionen des Magen-Darmtraktes wird das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora gestört – Durchfall ist die Folge.

" Gläserner Hund mit inneren Organen Innere Organe des Hundes


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