Erziehung /
Klauen wie ein Rabe /
Wie gewöhne ich meinem Hund das klauen ab?

„Sitz, Platz, Aus – das kleine Einmaleins“

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Gefragt von Olaf

Wie gewöhne ich meinem Hund das klauen ab?

default Expertenteam antwortet:

Hallo Olaf,

Hunde lernen durch Verknüpfung gleichzeitig auftretender Ereignisse, das heißt diese dürfen nicht mehr als zwei Sekunden auseinander liegen.

Wenn du also Verhalten verhindern, bestrafen oder belohnen willst, muss dein Hund in deinem Einzugsbereich sein. Das heißt in der nächsten Zeit, in der ihr trainiert, an der (langen) Leine, sonst kann er sich jeder Einwirkung entziehen.

Vorrausschauend Spazierengehen, damit man gleich sieht, wo etwas liegt. Jetzt spätestens ist es klar, warum es anfangs nicht ohne Leine geht, denn das alte Butterbrot im Gebüsch hinter der Schule sieht man als Halter garantiert nicht so schnell, wie der Hund es gerochen und geschluckt hat.

Anfangs kann extra etwas Fressbares versteckt werden (nicht zu klein, dann ist es zu schnell verschluckt)  und mit Hörzeichen, wie z.B. "Aus, Nein oder Pfui" gearbeitet werden.

Dazu muss das „Pfui oder Nein“ mit etwas Angenehmen verknüpft werden, auch wenn das jetzt widersprüchlich klingt.  Ein Leckerli in der Hand wird dem Hund hingehalten, wenn er es fressen möchte, sagst Du „Nein“ und schließt die Hand. Jetzt versucht Dein Hund natürlich erst Recht, ans Leckerli zu kommen. Gelingt ihm aber nicht. Sobald er sich ruhig verhält, wird die Hand geöffnet und Du gibst die Erlaubnis zum Fressen (Friss, oder Ok, oder Nimm es). Das wird mehrfach geübt, aber mit Abwechslung, mal nach dem ersten Nein erlauben, mal erst nach dem Dritten „Nein“. Wenn Dein Hund auf „Nein“ hört (also nicht frisst sondern schaut, wie Du reagierst), dann gibst Du das Futter aus der Hand. So lernt Dein Hund, dass Futter aus der Hand ok ist, ein „Nein“ bei Fressen vom Boden einzuhalten ist, aber sehr schnell eine Belohnung durch ein Leckerli kommt, wenn er das Nein befolgt.

Manche Hundehalter empfehlen den Einsatz von Klapperdosen, Disks oder Wurfketten, die dann das Hörzeichen aus der Entfernung gegeben, unterstützen. Bitte neben, nicht auf den Hund werfen. Das Geräusch kann sehr unangenehm sein, so dass Fressen vom Boden dadurch mit Unangenehmen verbunden wird. Achtung: es darf nicht zu einer Fehlverknüpfung kommen (z.B. dass das Geräusch mit einem zufällig vorbeikommenden Spaziergänger oder anderem Hund verknüpft wird)

Auch hier ist es wichtig, dass der Hund an der Leine ist, sehr ängstliche oder sensible Hunde, die in Panik davon laufen, ist nicht das Ziel des Trainings.

Empfohlen wird auch, seinem Hund beizubringen, nur auf Kommando fressen aufzunehmen, ihn also warten zu lassen, bis das Hörzeichen zum Fressen gegeben wird.

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