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„Sitz, Platz, Aus – das kleine Einmaleins“

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Artikel von
Expertenteam

Tricktraining

Tricks - Sinn oder Unsinn

Immer häufiger hört und sieht man Beiträge zu „Tricktraining beim Hund“.

Generell sprechen für Tricktraining einige weitestgehend anerkannte Argumente:

  • es bietet Beschäftigung (z.B. wenn die Mobilität von Hund oder Halter eingeschränkt sind)
  • es fördert die geistige Auslastung
  • Mensch und Hund interagieren entspannt miteinander (ohne Stress, sondern mit ganz viel Spaß, denn darum geht es ja bei Tricks J)
  • es bildet Vertrauen, z.B. beim „Pfötchen-geben“, das den Hund an ein Anfassen seiner Pfoten gewöhnt, was nicht alle Hunden mögen
  • positives, stressfreies Lernen („Gib Pfötchen“ brüllt man nicht, „Aus“ oder „Bei Fuß“ manchmal schon)

 

Auch Skeptiker lassen sich zunehmend auf eine Diskussion zur Sinnhaftigkeit des Erlernens von Kunststückchen ein, vor allem wenn sie lustig und nützlich zugleich sind.

Ein schönes Beispiel dafür ist das Kommando PENG („Totstellen“).

Peng eignet sich nämlich hervorragend als sogenannte Duldungsübung: der Hund lernt, ruhig auf der Seite zu liegen und dies auch auf „Kommando“ zu tun. Diese entspannte Körperhaltung ermöglicht ein Untersuchen des Hundes zum Beispiel auf Zeckenbefall an schwerzugänglichen Körperstellen, wie Bauch, Beine oder Pfoten.

Ist es nötig den Hund beim Tierarzt oder zu einer Untersuchung nach einem Unfall in dieser Körperhaltung zu fixieren, dann fällt das Hunden, die dieses Kommando kennen, oft deutlich leichter.

Wie baut sich das Tricktraining „Peng“ auf?

1.       Schritt: „Platz“ muss korrekt durchgeführt werden

Wichtig ist es, dass der Hund gerade liegt, denn nur dann kann er auf beide Seiten gedreht werden, daher muss auf seine Liegeposition geachtet werden. Liegt der Hund nur auf einem Oberschenkel (weil für ihn entspannter), kann er nur auf eine Seite gedreht werden (die Seite des Oberschenkels, auf dem er liegt). Die andere Seite ist durch die Beine blockiert.

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2.       Schritt: „freundliches Umschubsen“

Dazu wird dem Hund ein Leckerli direkt an die Nase gehalten. Der Hund muss mit seiner Nase an der Hand bleiben, die jetzt einen Bogen bis zur Höhe des Schulterblattes macht. Der Hund folgt dem Leckerli mit der Nase, wobei er den Kopf dreht. Über das Leckerli wird der Hund umgeschubst, bis er auf die Seite gerollt ist. Jetzt sofort belohnen. Idealerweise bleibt der Hund in dieser Position und kann über Leckerlis in dieser Haltung bestätigt werden.

3.       Schritt: „Kopf gestreckt auf den Boden legen“

Wenn diese Haltung gut geduldet wird, kann versucht werden, den Kopf des Hundes ganz leicht zu überstrecken und Richtung Boden zu führen. Nach ein paar Versuchen bleibt der Hund ruhig auf der Seite liegen, mit abgelegtem Kopf. Die Leckerlies und die Sichtzeichen werden jetzt schrittweise reduziert.

Gemeinsames Lernen macht also viel Spaß, kann überaus nützlich sein und verstärkt die Mensch-Tier-Beziehung.


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