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„Eine ganz besondere Beziehung – Gefühle und Fakten zum Hund“

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Artikel von
Expertenteam

Hunde in Deutschland

Was Hunde für uns tun zeigt die Mars Heimtierstudie

In der Studie berichten renommierte Wissenschaftler über den aktuellen Stand der Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung. Experten sprechen sich in Gastbeiträgen für den vermehrten Einsatz von Tieren in den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit aus. Vor allem Hunde übernehmen hier tragende Rollen.

Auch Zukunftsforscher wie Prof. Peter Wippermann kommen in der Studie zu Wort. Wippermann sieht das Heimtier als wichtigen Faktor, um Lebensqualität und emotionale Bindungen zu verbessern: „Heimtiere bleiben in einem durch Unsicherheit geprägten Umfeld die beständigen Freunde und kompensieren den Verlust physischer Nähe in den Beziehungen zwischen den Menschen.“

Die zehn Kernpunkte der Studie: 

Vor allem ältere Menschen lieben Heimtiere

Wissenschaftlich erwiesen: Heimtiere helfen heilen

Heimtiere sind erfolgreiche Co-Pädagogen

Heimtiere sind gute Gesellschaft im Seniorenheim

Heimtiere assistieren im Alltag

Heimtiere können beitragen, die Gesundheitskosten zu senken

Heimtiere als Wirtschaftsfaktor                                                                                        

Deutsche wünschen sich mehr Wertschätzung für Heimtiere                                               

Unsere Zukunft mit Heimtieren                                                                                                  

Ausblick in die Zukunft

 

1.    Vor allem ältere Menschen lieben Heimtiere

In etwa jedem dritten Haushalt wird ein Heimtier gehalten. Dabei greifen vor allem ältere Menschen auf Tiere als Gesellschafter und Freizeitpartner zurück: Mit einem Anteil von 32 Prozent sind Senioren ab 60 Jahren die größte Gruppe der Heimtierhalter - mit steigender Tendenz: Im Jahr 2004 machten die Tierhalter über 60 Jahre nur 24 Prozent der Gesamtbesitzer aus. Auch in deutschen Tierheimen zeigen die Vermittlungszahlen an allein lebende, ältere Menschen einen klaren Aufwärtstrend.

2.    Wissenschaftlich erwiesen: Heimtiere helfen heilen

Dass zunehmend ältere Menschen Tiere halten, liegt nicht nur an der rapiden Alterung der Gesellschaft und der zunehmenden Zahl von Alleinlebenden in Deutschland. Sondern auch an der Tatsache, dass Heimtiere erwiesenermaßen dazu beitragen, Stress abzubauen, die Stimmung aufzuhellen und zwischenmenschliche Kontakte zu fördern. Das haben Forscher in Studien und Untersuchungen seit den 1980er Jahren, als die Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung in den USA aufgenommen wurde, herausgefunden. Des Weiteren ist wissenschaftlich belegt, dass Hunde das Arbeitsklima in Klassenzimmern positiv beeinflussen und die Schüler ihre Aufgaben im Beisein von Tieren schneller und konzentrierter erledigen. In den vergangenen Jahren etablierten sich vermehrt Forschungsgruppen und interdisziplinäre Kooperationsprojekte zur Erforschung weiterer Fragen der Mensch-Tier-Beziehung an deutschen Instituten und Hochschulen.

3.    Heimtiere sind erfolgreiche Co-Pädagogen

Viele Lehrkräfte an deutschen Schulen haben die positive Wirkung von tiergestützter Pädagogik erkannt. Seit den 1990er Jahren hat sich das Konzept des Schulhundes im deutschsprachigen Raum etabliert. Einer Studie zufolge werden 40 Prozent aller Schulhunde an Förderschulen und 30 Prozent an Grundschulen eingesetzt - also für die Arbeit mit sehr jungen oder förderbedürftigen Kindern. Bei einer Umfrage für die Mars Heimtier-Studie gaben drei von vier Schulen an, Tiere im Unterricht einzusetzen. Jede dritte der befragten Förderschulen und jede vierte der befragten Grundschulen hält sogar eigene Tiere. Die große Mehrheit der Schulleiter sprach sich dafür aus, die Integration von Tieren im schulischen Umfeld auszuweiten. Auch in Kindergärten und Jugendeinrichtungen setzen Erzieher zunehmend auf eigene Heimtiere oder Tierbesuchsdienste, um den Kindern Verantwortungsbewusstsein, Rücksichtnahme und den richtigen Umgang mit Tieren näher zu bringen.

4.    Heimtiere sind gute Gesellschaft im Seniorenheim

Auch die Leiter von Seniorenheimen setzen seit dem Jahr 2000 vermehrt auf Tierhaltung und Tierbesuchsdienste. Bei einer Umfrage des Sozialforschungsinstituts ISIS für die Mars Heimtier-Studie kam zutage, dass 87 Prozent der befragten Heime ihren Bewohnern die Tierhaltung erlauben. Die positiven Effekte: Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel und Fische hellen den Heimalltag auf, sie geben alten Menschen Struktur und eine Aufgabe, sie ermöglichen Körperkontakt und Zärtlichkeit. Auch die Beziehung der Heimbewohner untereinander sowie der Umgang mit den Pflegekräften verbessern sich durch die Anwesenheit von Tieren merklich. Die Mehrheit der befragten Seniorenheime hält zusätzlich eigene Tiere oder organisiert regelmäßige Tierbesuchsdienste. Allein der Verein Tiere helfen Menschen mit fast 1000 Hunden besucht 538 Altenheime bundesweit.

5.    Heimtiere assistieren im Alltag

Für die wachsende Zahl der Alleinlebenden in Deutschland sind Heimtiere gute Gesellschaft oder sogar Partner- oder Kindersatz. Zudem ist wissenschaftlich erwiesen, dass Tiere die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen erleichtern. Sie geben Zuneigung und bauen Stress ab, sie bringen ihre Halter in Bewegung und geben ihnen eine Aufgabe. Für kranke oder behinderte Menschen spielen Heimtiere zum Teil eine noch größere Rolle bezüglich der Lebensqualität: Rund 10.000 Blindenführhunde und mehr als 3000 Assistenzhunde (z.B. für Rollstuhlfahrer) in ganz Europa ermöglichen ihren Haltern ein selbstbestimmtes, mobiles Leben.

6.    Heimtiere können beitragen, die Gesundheitskosten zu senken

Heimtierhaltung kann dazu beitragen, stressbedingten Beschwerden, Kreislauferkrankungen, Übergewicht oder Diabetes mellitus vorzubeugen. Wer zum Beispiel einen Hund hält, bewegt sich mehr, stärkt Herz und Kreislauf und kann leichter ein gesundes Gewicht halten. Heimtierbesitzer gehen einer Studie zufolge um 15 Prozent seltener zum Arzt und tragen so dazu bei, die in Deutschland explodierenden Gesundheitskosten von 287 Milliarden Euro im Jahr 2011 einzudämmen. Bei kranken Menschen können Heimtiere Schmerz und Angst mildern, sodass der Medikamentenverbrauch sinkt. Im Rahmen tiergestützter Therapien können sie als „Eisbrecher‘‘ die Bindung zwischen Therapeut und Patient verbessern und so zu einem schnelleren Behandlungserfolg beitragen. Auch Kinder, die in einem Haushalt mit Heimtieren aufwachsen, können gesundheitlich vom Tierkontakt profitieren.

7. Heimtiere als Wirtschaftsfaktor

Hunde, Katzen, Vögel und andere Heimtiere tragen bedeutend zum Bruttosozialprodukt bei. Der Markt für Heimtierfutter und -bedarf sorgt für Milliardenumsätze, die Hundesteuer hat 2011 Steuereinnahmen von 275 Millionen Euro eingebracht. Einer Studie zufolge entstehen pro Jahr Gesamtumsätze von fünf Milliarden Euro nur durch die Hundehaltung in Deutschland. Die Zahl der Tierärzte für Heimtiere ist deutlich gestiegen und neue Dienstleistungen für Heimtiere schaffen zahlreiche neue Arbeitsplätze und Berufsfelder.

8. Deutsche wünschen sich mehr Wertschätzung für Heimtiere

Eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts Forsa zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen den Nutzen von Heimtieren für die Gesellschaft erkannt hat. So ist mehr als jeder zweite Deutsche davon überzeugt, dass Heimtiere gerade für Alleinstehende, ältere Menschen und Kinder von großer Bedeutung sind. Drei von vier Bundesbürgern sind der Ansicht, dass die vielfältigen Leistungen von Tieren für die Gesellschaft zu wenig Anerkennung und Wertschätzung finden.

9. Unsere Zukunft mit Heimtieren

 Experten und Zukunftsforscher sind davon überzeugt, dass die Bedeutung von Heimtieren in Zukunft noch zunehmen wird. Prof. Peter Wippermann, Gründer des Trendbüro Hamburg, sieht das Heimtier von morgen als „analogen Gegenentwurf zu einer „Höher-Schneller-Weiter-Logik‘‘, das die Balance im stressigen Arbeitsalltag wieder herstellt. „Heimtiere werden zunehmend zum liebevollen Ersatz sozialer Beziehungen und durchaus auch zum Kind- und Partner- Placebo‘‘, sagt Wippermann. „In einer durch Unsicherheit und Orientierungslosigkeit geprägten Gesellschaft wird das Tier zum emotionalen Anker und wortwörtlich zum ‘treuen Freund‘ des Menschen.‘‘

10. Ausblick in die Zukunft

Heimtiere bereichern unsere Gesellschaft. Sie haben das Potenzial, zumindest Teil der Antwort zu sein, wenn es etwa um die Frage geht, wie ältere Menschen besser am Leben teilnehmen können; wie Kinder mehr Geborgenheit und Nähe finden, die ihnen manchmal in der Familie fehlen, oder wie die stetig steigenden Gesundheitskosten einzudämmen sind. Schon heute spielen Heimtiere eine große Rolle in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Es fällt auf, dass ihr Einsatz immer dort als besonders wertvoll angesehen wird, wo es um Hilfestellungen für Gruppen geht, die besondere Aufmerksamkeit benötigen: gefährdete, verletzliche, kranke, einsame, sehr junge oder alte Menschen.

Dieses Potenzial von Heimtieren, bei der Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme zu helfen, sollte Deutschland noch stärker nutzen.

Die Mars Heimtier-Studie „Hund – Katze – Mensch. Die Deutschen und ihre Heimtiere“ ist hier (20 Euro zzgl. Versandkosten) bestellbar.


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