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Habt Ihr Tipps für mich, es klappt einfach nicht, Dabei hat er echt viel Bewegun...?

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“


Gefragt von Elisabeth

Habt Ihr Tipps für mich, es klappt einfach nicht, Dabei hat er echt viel Bewegung.

default Expertenteam antwortet:

Hallo Elisabeth,

das Gewicht eines Hundes hängt von viele Faktoren ab.

Wie beim Mensch ist auch beim Hund wichtig: Was landet im Napf und was braucht/verbraucht dein Hund wirklich täglich an Energie. Wenn mehr Energie zugeführt wird, als der Hund verbraucht, nimmt er zu.

Viele Hersteller geben auf der Verpackung an, wie viel dein Hund von einem bestimmten Futter pro Körpergewicht täglich fressen darf. Die Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung können hier allerdings nur einen Richtwert angeben, der individuelle Energiebedarf/verbrauch hängt noch von weiteren Faktoren ab:

Neben der Bewegung spielt hier auch die Rasse, die Genetik (Veranlagung), die Aufzucht im Welpenalter, das Alter allgemein, der Gesundheitszustand oder eine mögliche Kastration eine entscheidende Rolle bei der Gewichtsentwicklung. Setzt der Hund zum Beispiel während des Wachstums schon eine überdurchschnittlich hohe Fettmenge an, kann eine langfristige Beeinflussung des Stoffwechsels mit erhöhter Adipositasneigung die Folge sein. Das bedeutet im Klartext: hat der Welpe im Wachstum schon mehr auf den Rippen, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er auch als erwachsender Hund eher zu Übergewicht neigt.

Meine nächste Frage wäre auch: Was bedeutet für dich die viel Bewegung?

In der Wissenschaft geht man von einer geringen Aktivität aus, wenn der Hund unter 1 Stunde am Tag bewegt wird (Energie [kcal ME] = 95 x kg KGW0,75), eine mittlere Aktivität wären dann 1-3 Stunden pro Tag freie Bewegung (Energie [kcal ME] = 105 x kg KGW0,75) und eine hohe Aktivität demenstprechend dann mehr als 3 Stunden täglich (Energie [kcal ME] = 130 x kg KGW0,75) . In Klammern sind hier die Richtwerte des täglichen Energiebedarfs genannt.

Worauf kannst du als Besitzer achten:

Bewegung und Beschäftigung ist das A und O (natürlich immer altersgerecht und artgerecht). Vereinfach gesagt bedeutet das, dass Muskelmasse "mehr Kalorien verbrennt" als Fettmasse.

Den Kalorienbedarf anpassen: Lass dir doch einfach mal berechnen, was dein Hund täglich für sein Idealgewicht an Kalorien benötigt. Hier hilft zum Beispiel ein Blick auf den Fütterungsrechner von Pedigree!

Die Art der Fütterung überdenken - Trockenfutter vs Feuchtfutter. Trockenfutter ist teilweise 4-5 mal energiereicher als Feuchtfutter und sollte daher nie zur freien Verfügung stehen. Beide Fütterungsarten haben allerdings ihrer Vorteile. Wie wäre es denn mit einer Mischfütterung?

Leckerlis: Diese sind oft richtige "Kalorienbomben", daher nur in geringen Mengen einsetzen und die Belohnungshappen dann auch von der Tagesration abziehen! Ein getrocknetes Schweineohr zum Beispiel macht etwa 20% der Tagesbedarfs an Kalorien aus. Es wird empfohlen, dass der Kalorienbedarf an Leckerlis normalerweise 10% des Gesamtkalorienberdarfs nicht überschreiten sollte. Wenn du deinen Hund belohnen willst, dann gibt es auch andere Möglichkeiten außer Futter. Vielleicht ist er "Ballverrückt" und du kannst ihn damit eine große Freunde machen und sein erwünschtes Verhalten bestätigen.

Fütterung kontrollieren: Das Körpergewicht des Tiers sollte regelmäßig erfasst und notiert werden, um die Energiezufuhr kontrollieren und ggf. adaptieren zu können.

Futter abwiegen? Oftmals kann man selbt gar nicht einschätzen welche Mengen der eigene Hund bekommt und gerade bei Trockenfutter ist die Gefahr, dass plötzlich zu viele Kalorien im Napf laden, größer, da es energiereicher ist.

Wer ist für die Fütterungs verantwortlich? Hier solltest du dich mit allen im Haushalt lebenden Personen abstimmen, nicht dass dein Hund "hier mal was" und "da mal was" bekommt

Kein Futter zur freien Verfügung (auch nicht das Futter der evtl. noch im Haushalt lebenden anderen Tiere)

Vielleicht helfen diese Ratschläge dir schon ein kleines Stück weiter!

 

 

 



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