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Mein weißer Hund wird rötlich, was kann das sein?

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“


Gefragt von Ludwig

Mein weißer Hund wird rötlich, was kann das sein?

default Expertenteam antwortet:

Hallo Ludwig, 

diese Frage beschäftigt viele Hundehalter, weil das Haut und Fell oft als Spiegel der Gesundheit gesehen werden. Was auch völlig richtig ist.

Ein bisschen Theorie vorweg: in den Haaren des Hundes werden Farbpigmente eingelagert. Das eher orangefarbene Phäomelanin und das dunkelbraune Eumelanin, die die Fellfarbe bestimmen. Welches Pigment vorherrscht, bestimmen die Gene. Hunde mit weißem Fell haben eher Phäomelanin in ihren Haaren und sind daher auch schneller für einen rötlichen Schimmer prädestiniert als schwarze Hunde.

Neben den Pigmenten werden in den Haaren aber auch andere Substanzen eingelagert, Medikamente (z.B. Tropfen gegen Parasiten) oder Porphyrin -  ein natürlicher Farbstoff, der im Hundespeichel und in Tränenflüssigkeit vorkommt. Ständiges Lecken an den Pfoten oder Tränenfluss führt dann vor allem bei weißen Hunden zu einer rötlichen Fellfarbe an diesen Stellen.

Ein Kupfermangel führt zu Ergrauen und Rötungen im Fell. In industrieller Fertignahrung ist dieser Mangel aber nicht festzustellen. Tierärzte, die sich auf Ernährungsberatung spezialisiert haben, finden erfahrungsgemäß einen Kupfermangel vor allem bei Hunden, deren Haltern dem gekauften oder selbstgekochten Futter noch Zink hinzufügen (ironischerweise für ein „schönes Fell“). Zink verhindert die Aufnahme von Kupfer, so dass diese Mangelernährung eine „hausgemachte Ursache“ ist.

Auch zu viel Kalzium oder Phytate in pflanzlichen Nahrungsbestandteilen (Achtung bei einer nicht bilanzierten, vegetarischen Ernährung) verhindern die Aufnahme von Zink.

Karotin (vor allem in Mohrrüben enthalten) kann die Pigmentierung verändern. Für eine Fellfärbung müssen aber größere Mengen verfüttert werden.

Fellverfärbungen durch Futter wird oft als Ursache diskutiert, ist aber bei einem ausgewogenen Futtermittel und einem gesunden Hund eher nicht zu erwarten.  Das bestätigen unter anderem die Untersuchungen von Stiftung Warentest.



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