Ernährung /
Tiernahrung herstellen /
Tiernahrung herstellen

„Ein Hund lebt nicht von Fleisch allein“

default
Artikel von
Expertenteam

Tiernahrung herstellen

Tiernahrungsherstellung in wenigen Schritten

So wird Tiernahrung hergestellt:

Jede Rezeptur setzt sich aus Proteinen, Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen sowie Wasser zusammen.

(Wie die genaue Zusammensetzung aussieht und welche Bezugsquellen verwendet werden, ist abhängig von der Art des Futters, die zubereitet werden soll)

Die Nährstoffe:

Die Proteine stammen von dem Fleisch gesunder Schlachttiere, die veterinärbehördlich für den menschlichen Verzehr freigegeben wurden. Etwa die Hälfte eines Schlachttieres wird jedoch nicht für Lebensmittel des menschlichen Verzehrs eingesetzt, diese Hälfte wird  für die Herstellung von Heimtiernahrung verwendet. Ein Teil der Proteine kann auch pflanzlichen Ursprungs sein, z.B. aus Weizen oder Mais. Diese Proteine sind durch den Erhitzungsprozess verdaulich für den Hund.

Das Fett stammt normalerweise von fettem Fleisch, fettem Fisch oder von Ölen wie Sonnenblumen-, Leinsamen- oder Fischöl.

Die Kohlenhydrate kommen aus Gemüse, Getreide und anderen Pflanzen und liefern  Energie (Stärke) und Ballaststoffe, die sich unterstützend auf die Verdauung auswirken (Kleie, Rübenschnitzel oder grünes Gemüse)

Die Vitamine und Mineralstoffe stammen hauptsächlich aus den verwendeten Rohmaterialien. So sind zum Beispiel knochenhaltige Rohstoffe eine gute Kalziumquelle, Leber liefert Vitamine und Eisen, Fisch und Sonnenblumenöl sind Lieferanten essenzieller Fettsäuren. Wenn abzusehen ist,, dass es der Rezeptur an gewissen Mineralstoffen oder Vitaminen mangelt, werden die fehlenden Mengen in Form von Vitamin- und Mineralstoffmischungen hinzugegeben. So wird sichergestellt, dass ein Heimtier mit der Nahrung eine stets gleich bleibende und angemessene Menge geeigneter Vitamine und Mineralstoffe aufnimmt.

Fleisch besteht zu fast 80% aus Wasser, so dass nur wenig Wasser bei Feuchtnahrung hinzugefügt werden muss. Im Allgemeinen wird Wasser zugesetzt, um getrockenete Rohmaterialien aufzulösen in den Herstellungsprozess einzubinden (auflösen hört sich an, als wären sie hinterher weg) und um Saucen oder Gelees herzustellen. Für Trockenfutter wird getrocknetes Fleisch benötigt; deshalb wird normalerweise kein (oder nur sehr wenig) Wasser zugesetzt.

Die Herstellung:

Vorbereitete Zutatenmischungen werden zu Strängen ausgeformt,  die gegart und dann für die Dosen, Schalen und Frischebeutel  in Happen oder Stückchen oder für Trockennahrung in Bröckchen geschnitten werden

Ein Teil der Rohmaterialmischung wird zu Strängen ausgeformt  und dann gegart. Wenn es um die Herstellung fleischiger Stücke für Dosen und Frischebeutel geht, werden die Stränge in großen Dampföfen zunächst gegart und danach in Stücke geschnitten.Die unter Dampf gegarten Stücke werden direkt in den Dosen bzw. Frischebeuteln entweder mit Fleischbrät (für Paté), einer wässrigen gelierenden Flüssigkeit (für Gelee) oder einer Sauce (für Produkte mit Sauce) vermischt. In dieser Phase kann je nach Rezeptur auch Gemüse, Reis oder Pasta hinzugefügt werden. Nach dem Mischvorgang werden die Dosen, Schalen und Frischebeutel versiegelt. Die Dosen, Schalen und Frischebeutel durchlaufen nach der Versiegelung nochmals einen Garvorgang, der für die Keimfreiheit des Produktes sorgt und 2 Jahre Haltbarkeit garantiert. Es handelt sich dabei um das Autoklavieren, ein Sterilisationsverfahren unter Dampf.     

Bei der Herstellung von Bröckchen für Trockenfutter erfolgt das Formen und Garen gleichzeitig unter sehr hohen Temperaturen und sehr hohem Druck in einer Garungsanlage, dem sogenannten Extruder. Bei dem Form- und Garungsvorgang ist nur eine geringe Wassermenge vorhanden; ideal für die Zubereitung von Trockennahrung. Nach dem Garen verlassen die gepressten Stränge den Extruder und dehnen sich gewöhnlich etwas auf; das verleiht ihnen die Knusprigkeit. Dann werden die Stränge in kleine Stücke geschnitten, die so genannten Bröckchen oder Kekse.Diee Bröckchen müssen zunächst abkühlen und werden dann mit einem Fleischsaft umhüllt, der ihnen noch mehr Geschmack verleiht und sie zusätzlich vor Oxidation bzw. vorzeitigem Verderb schützt. Dann müssen die Bröckchen wieder trocknen. Es ist wichtig, dass die Bröckchen einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt haben, da sie dadurch länger frisch bleiben. Die Bröckchen werden entweder direkt in Tüten verpackt oder vor dem Eintüten noch mit anderen Bröckchen vermischt. Trockenprodukte können kein zweites Mal gegart werden, deshalb wird hier eher mit Konservierungsmitteln gearbeitet als bei Dosen oder Frischebeuteln; zudem liegt auch die Haltbarkeit weit unter 2 Jahren.

" Futterbröckchen in der Fabrik Fleischbröckchen werden gemischt


0 Kommentare


Die in diesem Formular angegebenen personenbezogenen Daten werden nur zur Beantwortung Ihrer Frage oder zur Bearbeitung Ihres Anliegens verarbeitet und nicht für Zwecke der Werbung genutzt.

Kommentieren

Rückruftraining beim Hund - klappt es?

Artikel der Woche:
Rückruftraining beim Hund - klappt es?

Zum Artikel
Ist jeder Hund für alles geeignet?

Letzte Woche:
Ist jeder Hund für alles geeignet?

Hier nachlesen