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Habt Ihr tipps?Mein Hund bleibt nicht alleine trotz transportbox die er liebt

„Sitz, Platz, Aus – das kleine Einmaleins“


Gefragt von Giovanna

Habt Ihr tipps?Mein Hund bleibt nicht alleine trotz transportbox die er liebt

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Hallo Giovanna,

Hunde sind als Nachkommen der Wölfe Rudeltiere, für die es nicht artgerecht ist, allein zu sein. Wenn sich ein Rudel bei der Jagd trennt, bleiben meist mindestens zwei Tiere zusammen. Ist ein Wolf ganz allein, heult er, um Kontakt mit seinem Rudel aufzunehmen. Dieses Verhalten kennen viele Hundebesitzer aus leidvoller Erfahrung, wenn sie ihren Hund alleine lassen. Es lässt sich in unserem heutigen Leben nicht immer verhindern, dass wir unsere Hunde allein lassen müssen. Die Hunde sollen frühzeitig üben, das Alleinsein zu ertragen. Hunde, die in Abwesenheit des Besitzers heulen oder bellen, haben das Alleinbleiben nicht gelernt. Sie leiden meistens unter Trennungsangst und versuchen, den Stress, den das Alleinbleiben verursacht, durch verschiedene Aktivitäten abzubauen.

Das Training muss immer in kleinen Schritten erfolgen. In den ersten  Trainingstagen lässt du deinen Hund am besten gar nicht allein. Sorge dafür, dass dein Hund seine Box toll findet: Füttere ihn darin, am besten mit einem tollen Spielzeug, bei dem er sich sein Futter erarbeiten muss. Die Tür wird verschlossen, sobald der Hund freudig in die Box geht. Er bekommt abends auch sein „Betthupferl“ darin, und sollte auch immer in der Transportbox schlafen. Wenn er anfangs protestiert, nimm das in Kauf.

Es unterstützt das Training, wenn du einen Raum der Wohnung zum Tabu erklärst, z. B. das Badezimmer. Lass deinen Hund am Türeingang Sitz machen. Wenn er dir folgen möchte,  bring ihn unter Zuhilfenahme einer Hausleine konsequent und ruhig immer wieder raus.  Sag  freundlich „Hinaus“ wenn du den Raum betrittst, und etwas strenger „Nein“, wenn er hineinkommen möchte. Ist er dank deiner Hilfe wieder draußen, wiederholst du freundlich „Hinaus“.  So lernt dein Hund, dass „Hinaus“ ( also draußen sein) sich gut anfühlt, denn du  bist in guter Stimmung, aber hineinkommen sich nicht gut anfühlt. Deshalb das Nein und das konsequente Rausbringen.

Tagsüber lässt du den Hund zu Anfang für nur 1 Minute in einem Zimmer allein, wenn er müde und satt ist. Zunächst bleibt die Tür einen Spalt offen, dann lehnst du sie an, später schließt du die Tür ganz. Die Dauer des Alleinseins wird in Minutenschritten verlängert, wenn der Hund ruhig ist. Wird der Hund unruhig, verkürzt du die Dauer wieder deutlich und verlängerst sie dann neuerlich schrittweise.

Verlasse deinen Hund ohne große Abschiedsszenen, am besten kommentarlos, egal, ob du aus dem Zimmer oder der Wohnung gehst. Wenn du wiederkommst, begrüße den Hund nicht überschwänglich, sondern nur ganz kurz, auch wenn es dir schwer fällt. Es soll für den Hund ein ganz normaler Vorgang sein, dass du weggehst und wiederkommst. Kurze Gelegenheiten zum Training können z.B. das Wegtragen des Mülls, das Aufhängen der Wäsche oder auch das Duschen sein. Ich empfehle, den Hund trainingshalber für einige Monate während aller Phasen, in denen er alleine bleiben muss, in seiner gewohnten Box unterzubringen. Achte darauf, dass der Hund körperlich ermüdet ist, bevor du das Haus verlässt. Gib dem Hund die Möglichkeit, sich richtig auszutoben, oder füttere ihn vorher. Beachte den Hund in der letzten halben Stunde, bevor du die Wohnung verlässt, kaum noch. Gib dem Hund eine Beschäftigung, bevor du weggehst. Lege ihm ein Spielzeug oder einen Kauknochen hin. Du kannst auch leise das Radio laufen lassen. Unterstütze das Training, indem du dem Hund auch sonst nicht ständig Beachtung schenkst. Ignoriere seine Kontaktaufforderungen gelegentlich und bring  dem Hund bei, dass du nicht immer für ihn da bist.

Gehe in kleinen Trainingsschritten vor. Verlange nicht zu viel von deinem Hund. Hat er erst gelernt, ein paar Minuten allein zu sein, bleibe nicht gleich stundenlang weg.



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