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„Sitz, Platz, Aus – das kleine Einmaleins“

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Artikel von
Expertenteam

Unerzogen

Woran ich einen unerzogenen Hund erkenne

Woran erkenne ich einen unerzogenen Hund?

Wenn ein Hund einige wenige Grundkommandos verlässlich befolgt, erleichtert dies das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ungemein. Kommt er sicher, wenn ich ihn rufe, bleibt er an dem Platz, der ihm zugewiesen wird, und kann er auch noch eine gewisse Zeit allein bleiben, so macht allein das meinen Hund bereits zu einem unkomplizierten Begleiter im Alltag.

Unerzogene Hunde fallen ihrem Besitzer oder anderen Menschen zur Last. Sie springen Radfahrer, Jogger oder Spaziergänger an, raufen gern mit anderen Hunden, beachten keinen Rückruf, jagen vielleicht sogar Wild, oder sie bellen grundlos.

So etwas möchte niemand! Wenn wir einen entspannten Alltag mit unserem Hund verbringen wollen, ist es von Vorteil, wenn dieser einige Kommandos befolgt und von klein auf viele neue Situationen entspannt meistert, sei es nun Autofahren, spazieren gehen mit Herrchen oder Frauchen oder Begegnungen mit anderen Hunden oder Radfahrern und Joggern. Wie bereite ich meinen  Hund auf diese Situationen vor?

Hier hilft nur viel Üben und eine konsequente Erziehung.  Der Hund sollte lernen, was erlaubt ist und was nicht. Rüpelhaftes Verhalten kommt in der Öffentlichkeit nämlich gar nicht gut.

Dennoch hat jeder Hundehalter möglicherweise ganz eigene Ansprüche an die Erziehung seines Hundes.

Es gibt heutzutage viele Erziehungskonzepte. Da hat der motivierte Hundebesitzer die Qual der Wahl. Der eine möchte vielleicht, dass der Hund perfekt „bei Fuß“ geht, dem anderen reicht es schon, wenn der Hund „Sitz“ macht. 

Ein gewisser Grundgehorsam ist  grundsätzlich und rasseunabhängig möglich und ratsam. Schließlich möchte man als Hundehalter nicht negativ auffallen. Die rassespezifischen Ausreden gelten hier nicht. Sicher sind die unterschiedlichen Hunderassen für ganz verschiedene Aufgaben gezüchtet, aber vom kleinen Chihuahua bis zur Dogge sind alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten lernfähig.

Lautes Kläffen, Anspringen und andere Unarten muss der „Liebling“ nicht ausleben.  Klare Grenzen, deutliche Kommandos und vielleicht auch professionelle Unterstützung durch eine gute Hundeschule helfen, um aus Ihrem Hund einen unkomplizierten Begleiter zu machen, mit dem Sie glänzen können. Und wer hört nicht gerne auf dem Spaziergang: „ Oh, der Kleine ist aber gut erzogen“. Erziehung kostet Zeit und Geduld, aber das Ergebnis lohnt sich. Und außerdem macht gemeinsames Üben viel Spaß und schafft eine enge Bindung.

" Toll, wenn ein Rückruf auch bei Ablenkung klappt

 

 

 

 

 

 

 

Wie verhalte ich mich, wenn mir ein Hund auf meinem täglichen Spaziergang entgegenkommt?

Jeder Hundehalter trägt die Verantwortung,  auf andere Hundehalter und Mitmenschen Rücksicht zu nehmen. Dazu gehört auch das vorausschauende Spazierengehen. Begegnet man anderen Hunden, ist es vernünftig, dass sich die Hundehalter untereinander verständigen, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Der Hund ist ein Bewegungstier. Er braucht je nach Alter und Rasse einen artgerechten Auslauf und dieser findet bei vielen Hundehaltern in Wald und Feld oder in Parks statt. Hier kann es schnell zu Missverständnissen und Ärger kommen, wenn einige Grundregeln nicht eingehalten werden. Insbesondere wenn viele Menschen und Hundehalter unterwegs sind, ist Disziplin gefragt. Was mache ich nun als Hundehalter, wenn ich auf andere Hunde treffe?

Ein Beispiel: Sie gehen mit Ihrem Hund spazieren. Ihr Hund läuft frei. Jetzt kommt Ihnen ein Hundehalter mit seinem Hund an der Leine entgegen. Was ist hier angebracht? Aus Rücksicht sollten sie ihren Liebling heranrufen und anleinen. Vielleicht ist ja der andere Vierbeiner unverträglich oder ängstlich.

Umgekehrt kann es passieren, dass Ihr Hund an der Leine geht, und ein anderer Hund kommt Ihnen frei entgegen. Wenn Sie nicht möchten, dass dieser Hund an ihren Hund herankommt, sollten Sie sich schon von weitem mit dessen Halter verständigen. Bitten Sie  ihn höflich, seinen Hund anzuleinen. Unschön wird es, wenn der freilaufende Hund nicht auf den Rückruf des Besitzers hört und trotzdem ihren Hund bedrängt. Erst wenn es alle Beteiligten möchten, sollten sich die Hunde begrüßen dürfen.

Wenn beide Hunde frei sind, dann ist es für die Hundehalter meist in Ordnung, dass die Tiere sich „beschnüffeln“.

Wenn mein Hund ständig kläfft ...! Warum bellen Hunde eigentlich?

Bellen ist nicht, wie oft vermutet wird, die "Sprache der Hunde". Geräusche würden bei der gemeinsamen Jagd auch eher stören. Menschen unterhalten sich über Laute und selten über Mimik und Gestik oder Geruch. Der Hund hat sich seinem Rudelpartner Mensch gut angepasst.

Hunde kommunizieren untereinander anders. Wie auch ihre Vorfahren, die Wölfe, verständigen sie sich meist durch eine vielfältige Körpersprache, durch Mimik, durch ein bestimmtes Verhalten oder durch Gerüche, und nur ganz selten durch Bellen. Auch Wölfe bellen, jedoch nur in wenigen Situationen. Hunde hingegen bellen viel häufiger. Dies lässt den Schluss zu, dass beim Hund im Rahmen der Domestikation und Züchtung durch den Menschen das Bellen besonders gefördert wurde.

Warum bellen Hunde?

Es gibt Nervositäts- oder Aufregungsbellen, Aufmerksamkeitsbellen, Angstbellen, Abwehr- oder Verteidigungsbellen, Frustrationsbellen und sogar Bellen auf Befehl. Manche Hunde bellen vor Freude, andere wiederum, wenn sie allein gelassen werden.

Unerwünschtes Bellen bei ihrem Hund sollten Sie rechtzeitig und konsequent  unterbinden, bevor es zur lästigen Gewohnheit ausartet. Bellt Ihr Hund, um damit lediglich Ihre Aufmerksamkeit zu erregen, bleiben sie ohne Reaktion. Beachten Sie ihn gar nicht! Schimpfen sie auch mit ihm nicht, denn dadurch würde er sich bestätigt fühlen.

Ihr kleiner Schatz hätte nämlich so Ihre Aufmerksamkeit erregt und mehr Zuwendung erhalten, wenn auch im negativen Sinne. Hört er auf zu bellen, dann loben Sie ihn sofort ausgiebig.  Oft genügt diese Übung, wenn Sie über eine gewisse Zeit konsequent verfolgt wird.

Hilft das nicht, dann können Sie ein harmloses, aber negatives Erlebnis für Ihren Vierbeiner inszenieren: Schaffen Sie sich ein Versteck, in dem  Ihr  Hund sie nicht beobachten kann, Sie ihn jedoch gut sehen und erreichen können.  Fängt er an zu bellen, so spritzen Sie Ihren Hund plötzlich mit einer Wasserpistole an. Wichtig ist, dass er Sie hierbei nicht sieht! Dann bringt er den Wasserguss nicht mit Ihnen in Verbindung. Der Hund registriert lediglich, dass ihm etwas Unangenehmes wiederfährt, wenn er bellt.

Was bedeutet „unerzogen“ sein?

Negativ-Checkliste mit „unerwünschten Verhaltensweisen“, die einen unerzogenen Hund charakterisieren:

Dauerndes Fiepen, wenn der Hund etwas erreicht möchte

  •      Zerren an der Leine
  •      Aufsteigen (als Zeichen der Dominanz) bei anderen Hunden und Menschen
  •      Anspringen und Gesicht Lecken
  •      Beim Essen Betteln
  •      Nicht alleine bleiben können
  •      Rückruf nicht verlässlich
  •      Langes Bellen, ohne sich zu beruhigen
  •      Hinter Autos oder Fahrrädern herlaufen
  •      Jogger „jagen“


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